Im Juli 2020 hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen Landesmittel in Höhe von 70 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Innenstädte zu stärken. Aus dem Sofortprogramm stehen nun weitere 30 Millionen Euro zur Verfügung. „Leider hat Duisburg bisher für die Innenstadt lediglich 195.189€ beantragt. Die Corona-Krise bietet die Chance, das Grundverständnis für eine lebendige Duisburger Innenstadt neu zu justieren“, stellt der Fraktionsvorsitzende Dr. Stephan Wedding fest.

In diesem Zusammenhang fordert die Fraktion Junges Duisburg unter anderem den Bereich um die Münzstraße in der Duisburger Altstadt zu einem Kreativquartier zu entwickeln! Im Rahmen des Sofortprogramms ist es möglich, leerstehende Ladenlokale, die es in der Duisburger Innenstadt bzw. Altstadt reichlich gibt, für zwei Jahre anzumieten und zu einem reduzierten Mietpreis für kulturwirtschaftliche oder bürgerschaftliche Nutzungen weiter zu vermieten. Im Einzelfall können sogar Abrisskosten gefördert werden.

Wie ein solcher Wandel erfolgreich gestaltet werden kann, zeigt sich im Viertel Uzupis, der Duisburger Partnerstadt Vilnius. Das Viertel am Rande von Vilnius‘ Altstadt war ein heruntergekommenes und vernachlässigtes Viertel. Heute nennt sich das Viertel selbstbewusst „Republik Uzupis“. Eine weitere Idee der Fraktion Junges Duisburg ist es, leerstehende Ladenlokale in der Innenstadt zu einem reduzierten Mietpreis beispielsweise für Einzelhandels-Startups, Showrooms des regionalen Online-Handels oder Gastronomie-Startups weiterzuvermieten. Um Leerstand vorzubeugen, können sogar noch belegte Ladenlokale im Einzelfall mit einbezogen werden. Mithin könnten Ladenschließungen verhindert werden. „Es gilt unbedingt, den trostlosen Anblick gähnend leerer Ladenlokale und trostloser Schaufenster zu vermeiden“, fordert der Vorsitzende. Außerdem wäre es möglich Fahrradabstellflächen mit E-Ladestationen zu errichten, um neue Mobilitätslösungen in Duisburg zu etablieren. Gerade die Stärkung Duisburgs als fahrradfreundliche  Großstadt ist ein Baustein auf dem Weg zur Verkehrswende. Darüber hinaus sind gesicherte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in der Innenstadt notwendig, um die Benutzung des Verkehrsmittels Fahrrad attraktiver zu gestalten. Junges Duisburg habe beides auch in der Vergangenheit bereits gefordert. Dr. Stephan Wedding betont: „Die Fraktion Junges Duisburg wird sich dafür einsetzen, dass Duisburg die Chancen der Mittel aus dem Sofortprogramm nicht ungenutzt lassen wird und die Stadt Duisburg ihre Rolle als starker Anwalt ihres Zentrums endlich wahrnimmt!“

 

Den Antrag finden Sie hier.