Was haben Eltern in Rahm und Marxloh gemeinsam? Ein Blick in die Bedarfsanmeldungen für die Kindertagesbetreuung erleichtert die Antwort: Oftmals jedenfalls keinen KiTa-Platz in ihrem Stadtteil. „Es ist ein Unding, dass seit Jahren immer wieder die gleichen Stadtteile mit fehlenden Betreuungsplätzen in der Kindertagesbetreuung auffallen“, bedauert Dr. Stephan Wedding (36), Vorsitzender der Junges Duisburg-Fraktion im Rat der Stadt Duisburg und selbst Vater von zwei Kindern.

Aber nicht nur in Marxloh oder Huckingen herrscht ein Mangel an KiTa-Plätzen: „Über alle Stadtbezirke hinweg gibt es Stadtteile mit geringer KiBiz-Quote, ob in Aldenrade oder Rahm, ob in Baerl, Hochemmerich oder Laar. Dabei ist es nicht nur immer wieder Wunsch der Eltern, sondern auch wichtig für die Kinder, einen KiTa-Platz in Wohnortnähe zu bekommen“, so Dr. Wedding weiter.

Kinder knüpften in der KiTa ihre ersten sozialen Kontakte. Wenn sie später auf die Grundschule gingen, die dann vielleicht näher an ihrem Wohnort ist, fielen diese Kontakte mitunter weg, so Stephan Schulze-Zumloh (31). „Außerdem sind weite Fahrten zu Spielgruppen oder Elterntreffs in der heutigen Zeit einfach nur verfehlt“, argumentiert der jugendpolitische Sprecher der Fraktion Junges Duisburg, weiter.

Aber nicht nur die Verteilung der KiTa-Plätze über das Stadtgebiet ist Junges Duisburg ein Dorn im Auge. Auch die Anzahl an Überbelegungen stört die jüngste Fraktion im Rat der Stadt. „Seit Jahren schafft die Stadt Duisburg es nur mit Überbelegungen, vielen Kindern einen KiTa-Platz anzubieten. Derzeit befinden sich über 700 Kinder in überbelegten Gruppen. Die Gruppengrößen in Duisburg sind nicht kindgerecht“, so Stephan Schulze-Zumloh weiter.

Daher stellt die Fraktion Junges Duisburg in der nächsten Sitzung des Stadtrats einen Antrag, der den Oberbürgermeister auffordert, die angesprochenen Defizite zu beseitigen. „Eine gute Kinderbetreuung sollte heute selbstverständlich sein“, so Fraktionschef Dr. Wedding abschließend.

 

Den Antrag finden Sie hier.