Im Rat der Stadt steht eine wichtige Entscheidung an: Osttangente, ja oder nein? Gemeint ist damit eine Ost-Umfahrung Rheinhausens. Der wirtschaftliche Erfolg von „logport I“ hat unweigerlich zu einer Vervielfältigung des LKW-Schwerlastverkehrs in Rheinhausen und auch Hochfeld geführt, mit all seinen negativen Folgen. Die derzeit in der Diskussion befindliche Osttangente soll Abhilfe schaffen.

Die nunmehr vorliegende Machbarkeitsstudie zur Osttangente legt aus Sicht der Junges Duisburg-Fraktion jedoch vor allem eines offen: „Der Bau ist nur mit gravierenden Umwelteingriffen in die Grün- und Naherholungsflächen Rheinhausens realisierbar. Außerdem sind komplizierte verkehrslenkende Maßnahmen notwendig, damit überhaupt eine Verkehrsentlastung eintritt. Die Osttangente ist keine nachhaltige Lösung!“, so Dr. Stephan Wedding (36), Vorsitzender der Junges Duisburg-Fraktion im Rat der Stadt.

Junges Duisburg hat sich in zahlreichen Arbeitskreisen und Gesprächsrunden mit der Thematik beschäftigt und schickt eine Alternative zur Osttangente ins Rennen: Die Hochfeld-Tangente. Bei der Hochfeld-Tangente handelt es sich um einen zum Teil schon begonnenen Ausbau von der Brücke der Solidarität kommend über die Rudolf-Schock-Straße zum Marientor hin. „Die Hochfeld-Tangente kommt ganz ohne Umwelteingriffe aus. Trotzdem würde sie die Bürgerinnen und Bürger in Rheinhausen und Hochfeld gleichermaßen entlasten“, so der Fraktionschef weiter. Damit lautet die Entscheidung Rat der Stadt: Ost-Tangente oder Hochfeld-Tangente?
Die von der Fraktion Junges Duisburg ins Spiel gebrachte Hochfeld-Tangente biete weitere Vorteile:

„Auf dieser Route befinden sich zwei Bauwerke, die in den nächsten Jahren ohnehin saniert werden müssen, nämlich die Brücke der Solidarität, die ihre besten Jahre auch schon hinter sich hat, und der Verkehrsknotenpunkt Marientor, dessen Umbau seit Jahren überfällig ist. Hier bietet sich die Chance, diese Maßnahmen mithilfe von Fördergeldern endlich stemmen zu können“, so der verkehrspolitische Sprecher der Junges Duisburg-Fraktion, Frederik Engeln (32).
Junges Duisburg beantragt in der nächsten Ratssitzung – neben dem Aus für die Ost-Tangente und dem Start der Hochfeld-Tangete – aber auch ein ganzes Bündel an Maßnahmen, um die Bürgerinnen und Bürger in Rheinhausen und Hochfeld sofort zu entlasten. So sollen auf der Moerser Straße zwischen der Brücke der Solidarität und der Asterlager Straße, auf der Jägerstraße, dem Flutweg und der Karl-Jarres-Straße LKW-Durchfahrtsverbote eingerichtet werden. „Die Straßen sind verstopft, im Garten versteht man sein eigenes Wort nicht mehr. Die Bürgerinnen und Bürger müssen jetzt und sofort entlastet werden und nicht erst in fünf oder zehn Jahren“, betont Engeln abschließend.

Den Antrag finden Sie hier.