Jeder kennt es: Man ist unterwegs und plötzlich benötigt man ein „stilles Örtchen“. Weit und breit ist jedoch keine öffentliche Toilette zu finden. Das gilt für die Innenstadt, aber auch für die vielen Stadtteilzentren in Duisburg. „Für viele Bürgerinnen und Bürger ist da auch eine persönliche Hemmschwelle, in Restaurants oder Geschäften zu fragen, ob die dortigen Sanitäranlagen genutzt werden dürfen, wenn sie dort nicht Gast oder Kunde sind“, erklärt Frederik Engeln (31), verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Junges Duisburg. Neue öffentliche Toiletten, verbunden mit der ständigen Pflege und Wartung, kosten die Stadt jedoch viel Geld. Daher steht die Fraktion Junges Duisburg hinter dem Konzept der „Netten Toilette“.

Die Idee: Die Stadt Duisburg unterstützt Gastronomen und Händler finanziell bei der Pflege ihrer Toiletten und im Gegenzug erhalten Bürger ein flächendeckendes Netz an frei zugänglichen Toiletten, die sauber und gepflegt sind. „Vielleicht gewinnt der ein oder andere Händler sogar neue Kunden“, erklärt Engeln weiter.

Zuletzt hat die Verwaltung der Stadt im Jahr 2014 über den Sachstand zu „Netten Toiletten“ informiert. Es ist jedoch nicht zu vernehmen, dass die Anzahl an „Netten Toiletten“ merklich gestiegen ist. Daher fragt die Fraktion Junges Duisburg in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr an, welche Bemühungen die Verwaltung unternimmt, um Gastronomen und Händler für das Konzept zu gewinnen.

„Wir möchten durch unsere Anfrage die Attraktivität der Innenstadt und anderer Stadtteilzentren erhöhen“, erklärt der Fraktionschef Dr. Stephan Wedding (36) abschließend.