Ambulante Pflegedienste unterstützen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bei der Pflege zu Hause. Für Familien, in denen eine pflegebedürftige Person lebt, bedeutet ein ambulanter Pflegedienst eine enorme Entlastung. Für den Pflegebedürftigen wiederum ermöglicht die ambulante Pflege oftmals, dass er weiterhin in seinem vertraten Umfeld leben kann.
„Die Pflegerinnen und Pfleger sind in ihrem Berufsalltag unter enormen Zeitdruck unterwegs. Zwischen den einzelnen Terminen wird es immer schwieriger, einen geeigneten Parkplatz zu finden. Oftmals kommt es dann dazu, dass die Pflegerinnen und Pfleger – bedingt durch den immensen Zeitdruck – regelwidrig parken und dann ein Knöllchen kassieren, das sie wiederum selber zahlen müssen“, stellt Ratsherr Frederik Engeln (31), verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Junges Duisburg, fest.

In Duisburg gibt es jedoch die Möglichkeit, eine Ausnahmegenehmigung in Form eines Parkausweises zu beantragen, mit der im eingeschränkten Haltverbot, auf gebührenpflichtigen Parkplätzen oder auf Parkplätzen ohne Gebührenpflicht unter Beachtung der Parkhöchstdauer und auf reinen Anwohnerparkplätzen unter Verwendung einer Parkscheibe geparkt werden darf. Für viele Betriebe ist diese Ausnahmegenehmigung jedoch unattraktiv, weil sie erstens mit zu hohen Kosten verbunden ist und zweitens jedes Jahr erneut beantragt werden muss. Daher möchte die Junges Duisburg-Fraktion zunächst wissen, wie viele derartiger Parkausweise überhaupt beantragt werden und wie dafür geworben wird. Hierzu stellt sie eine Anfrage in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr am 09. September 2021.

Die Junges Duisburg-Fraktion kann sich ebenfalls vorstellen, dass die Stadtverwaltung derartige Ausnahmegenehmigungen unter einer vergünstigten Gebühr für mehrere Jahre erteilt. „Dies würde sicherlich mehr Betriebe dazu veranlassen, einen Parkausweis zu beantragen. Ziel muss es sein, dass jedes Pflegedienstfahrzeug mit einem solchen Parkausweis versehen ist, damit Pfleger nicht mehr auf den Kosten von eventuellen Knöllchen sitzen bleiben“, fordert der Jurist Frederik Engeln weiter. Immerhin: „Nachdem wir uns im letzten Jahr für eine Gebührensenkung eingesetzt haben, ist die Gebühr von 150,00 € auf nunmehr 120,00 € gesenkt worden“, freut sich Ratsherr Engeln.

Außerdem schwebt der JUDU-Fraktion vor, derartige Parkausweise auch für Angehörige vorzusehen, die privat einen Pflegebedürftigen pflegen. „Uns ist lieber, wenn die Zeit in eine erstklassige Pflege investiert wird – anstatt in eine endlose Parkplatzsuche“, findet Fraktionschef Dr. Stephan Wedding (36).