Der Rat der Stadt Duisburg hat in seiner gestrigen Sitzung die Weichen für die Umgestaltung
des Hamborner Altmarkts gestellt. Nach erheblichem politischen Druck wurde die ursprüngliche
Beschlussvorlage der Verwaltung jedoch entscheidend verändert. Damit wurde ein wichtiges Anliegen
der Menschen in Hamborn aufgegriffen: Eine dauerhafte Trennung des Altmarkts soll möglichst
vermieden werden.

Bereits vor rund zwei Jahren war jedoch mit dem damaligen Verkehrskonzept die Grundlage für die
nun diskutierte Trennung des Altmarkts geschaffen worden, gegen die Stimmen von Junges Duisburg.
Aus Sicht der Fraktion war das Kind damit eigentlich schon in den Brunnen gefallen. Umso
wichtiger war es jetzt, im laufenden Verfahren zu retten, was noch zu retten war, und die berechtigten
Bedenken der Bürgerinnen und Bürger erneut in den Mittelpunkt der politischen Beratung zu rücken.

Hintergrund des Streits war insbesondere die geplante Unterbrechung der Durchfahrt über den Altmarkt,
die nach Auffassung vieler Anwohner, Kaufleute und Bezirksvertreter zu erheblichen Verkehrsproblemen
geführt hätte.

„Für uns war von Anfang an klar: Der Bürgerwille darf nicht einfach übergangen werden. In zahlreichen
Gesprächen wurde deutlich, dass die überwältigende Mehrheit der Hamborner eine Teilung des
Altmarkts ablehnt. Deshalb haben wir uns intensiv dafür eingesetzt, dass die ursprüngliche Vorlage in
dieser Form nicht beschlossen wird“, erklärt der Fraktionsvorsitzende von Junges Duisburg, Frederik
Engeln.

Gemeinsam mit den anderen demokratischen Fraktionen wurde der bereits in der Bezirksvertretung
Hamborn beschlossene Änderungsantrag maßgeblich mitgestaltet und schließlich auch im Rat durchgesetzt.
Danach soll die Durchfahrt über den Altmarkt grundsätzlich erhalten bleiben, sofern dadurch
keine Fördermittel gefährdet werden.

Sollte sich nach einer objektiven Abstimmung mit dem Fördermittelgeber tatsächlich herausstellen,
dass die Trennung Voraussetzung für die Förderung ist, trägt Junges Duisburg diesen Kompromiss
mit. Gleichzeitig erwartet die Fraktion aber eine verbindliche Zusage, dass die Verkehrsführung nach
der Umsetzung sorgfältig ausgewertet wird. Sollten sich die befürchteten Verkehrsprobleme bestätigen,
muss die Trennung des Altmarkts wieder zurückgebaut werden.

„Wir erwarten jetzt eine ehrliche und ergebnisoffene Abstimmung mit dem Fördermittelgeber. Es
darf nicht der Eindruck entstehen, dass die Verwaltung bereits im Vorfeld ausschließlich nach Gründen
sucht, warum die Trennung zwingend erforderlich sein soll. Ziel muss es sein, den größtmöglichen
Gestaltungsspielraum für die Interessen der Hambornerinnen und Hamborner auszuschöpfen.“

Junges Duisburg begrüßt die Aufwertung des Hamborner Altmarkts ausdrücklich. Moderne Aufenthaltsqualität,
mehr Grün und eine attraktive Gestaltung sind wichtige Ziele. Ebenso wichtig ist jedoch,
dass die berechtigten Interessen der Anwohner, Händler und Besucher ernst genommen werden
und der Altmarkt auch künftig funktional erreichbar bleibt.

„Die Entscheidung zeigt: Es lohnt sich, für die Anliegen der Menschen vor Ort einzustehen.
Auch wenn die Weichen vor zwei Jahren bereits in die falsche Richtung gestellt wurden, ist es gelungen,
den Beschluss entscheidend zu verbessern. Jetzt kommt es darauf an, dass die Verwaltung den
Ratsbeschluss konsequent umsetzt und die Gespräche mit dem Fördermittelgeber offen, transparent
und im Sinne Hamborns führt.“

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