Duisburg. Glühende Rutschen, brennende Klettergerüste und kein Schatten weit und breit: Für viele Duisburger Familien werden Spielplätze im Sommer zur No-Go-Zone. Die Fraktion Junges Duisburg schlägt jetzt Alarm – und startet eine neue Initiative, um Kinder endlich vor gefährlicher Hitze zu schützen.

„Es kann doch nicht sein, dass wir Jahr für Jahr erleben, wie unsere Kinder auf Spielplätzen regelrecht gegrillt werden – und niemand handelt!“, kritisiert Frederik Engeln, Vorsitzender der Fraktion Junges Duisburg. Eine entsprechende Anfrage im Jugendhilfeausschuss blieb bislang unbeantwortet. „Das Schweigen der Verwaltung ist erschreckend – dabei brennt das Thema im wahrsten Sinne des Wortes.“

Junges Duisburg fordert: Mehr Schatten, mehr Sicherheit, mehr Aufenthaltsqualität – und das sofort. Doch es geht um mehr als nur Beschattung. Wer mit kleinen Kindern unterwegs ist, weiß: Die Frage nach einer Toilette wird schnell zur Stressprobe. Auf den meisten Spielplätzen gibt es schlicht keine – und klassische WC-Anlagen sind nicht nur teuer, sondern oft völlig unrealistisch umzusetzen. Deshalb bringt Junges Duisburg jetzt die „Oilette“ ins Spiel: eine einfache, kindersichere, mobile Kindertoilette, die ohne Wasseranschluss auskommt, hygienisch ist – und nur einen Bruchteil dessen kostet, was eine herkömmliche Anlage verschlingen würde.

„Wir fordern die Oilette überall dort, wo es bislang keine Sanitärmöglichkeiten gibt – ohne Wenn und Aber. Gerade auf viel besuchten Spielplätzen wie am Innenhafen, aber auch in allen anderen Stadtteilen“, so Engeln. Die Verwaltung müsse endlich aufhören, Probleme auszusitzen, und anfangen, alltagstaugliche Lösungen umzusetzen. „Ein schattiger Platz und eine saubere Toilette – das ist kein Luxus, das ist das Mindeste, was wir für unsere Kinder und Familien leisten müssen.“

Die Forderung nach mehr Schatten haben wir bereits mit einer offiziellen Anfrage auf den Weg gebracht. Jetzt folgt der nächste Schritt: Die Initiative zur Einführung der Oilette wurde heute offiziell eingereicht. Junges Duisburg wird nicht locker lassen – denn wer politische Verantwortung ernst nimmt, muss gerade bei den Kleinsten anfangen.

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