Wo kann ich mein Kind unterwegs in Ruhe stillen, füttern oder wickeln? Für Familien mit Babys und Kleinkindern ist das eine ganz praktische Frage. In Duisburg gibt es dafür inzwischen eine interaktive Karte: Unter www.duisburg.de/stillkarte sind rund 40 stillfreundliche Einrichtungen und Orte zu finden. Aufkleber mit den Symbolen für Stillen, Wickeln und Füttern machen teilnehmende Einrichtungen auch vor Ort erkennbar.

Eine Initiative von Junges Duisburg

Die Idee dahinter hat eine politische Vorgeschichte. Bereits 2024 brachte die Fraktion Junges Duisburg den Antrag „Stillfreundliche Stadt – Duisburg stillfreundlich gestalten“ (Drucksache 24-1261) ein. Darin forderte sie, stillfreundliche Orte auszuzeichnen, sichtbar zu kennzeichnen und in einer Online-Übersicht zusammenzuführen. Der Gleichstellungsausschuss nahm den Prüfantrag am 8. November 2024 einstimmig an.

Der Anstoß für die Initiative kam aus dem Alltag einer jungen Mutter: Zehra Engeln, die damals selbst ein Kind bekommen hatte und stillte, brachte ihre eigenen Erfahrungen in die politische Arbeit der Fraktion ein. Aus dieser persönlichen Idee wurde ein konkreter Antrag. Inzwischen ist Duisburg als „Stillfreundliche Kommune“ zertifiziert und die Karte für Familien nutzbar.

Alle öffentlichen Gebäude müssen folgen

Für Junges Duisburg ist das ein wichtiger Schritt, aber nicht das Ende der Entwicklung. Die Fraktion setzt sich dafür ein, dass alle öffentlichen Gebäude geeignete Still- und Wickelmöglichkeiten anbieten und diese gut sichtbar kennzeichnen. Familien sollten sich darauf verlassen können, bei einem Besuch öffentlicher Einrichtungen passende Angebote vorzufinden.

Darüber hinaus hält Junges Duisburg öffentliche Sanitäranlagen und Wickelmöglichkeiten insbesondere an und in der Nähe von Spielplätzen für notwendig. Wer mit kleinen Kindern längere Zeit draußen unterwegs ist, braucht erreichbare, saubere und möglichst barrierearme Toiletten. Auch solche Angebote gehören für die Fraktion zu einer familienfreundlichen Stadt.

Welche Angebote fehlen Eltern noch?

Junges Duisburg möchte wissen, wo Eltern im Alltag noch Verbesserungsbedarf sehen: Welche Orte sollten in die Karte aufgenommen werden? Wo fehlen Wickelmöglichkeiten oder Toiletten? Und welche weiteren Ideen würden Duisburg für Familien mit kleinen Kindern erleichtern?

Anregungen und Erfahrungen können Eltern über die Social-Media-Kanäle der Fraktion oder über die Kontaktseite mitteilen. Die Hinweise sollen in die weitere politische Arbeit einfließen.

Zur interaktiven Karte: www.duisburg.de/stillkarte
Hintergrund: Unser früherer Beitrag zur Zertifizierung.

Aktuelle Beiträge

Junges Duisburg setzt sich für eine stillfreundliche Stadt ein!


Im Bestreben, Duisburg zu einer besonders familienfreundlichen Stadt zu machen, fordert Junges Duisburg, die Initiative „Stillfreundliche Stadt Duisburg“ zu starten. Die Initiative soll darauf abzielen, Orte auszuzeichnen, die besonders auf die Bedürfnisse stillender Mütter eingehen – durch bequeme Sitzmöglichkeiten, eine ruhige Atmosphäre und vor allem eine klare Offenheit gegenüber stillenden Frauen. Diese Orte sollen dann durch ein leicht erkennbares Siegel oder einen Aufkleber als „stillfreundlich“ gekennzeichnet werden. Ziel sei es, Duisburg als einen Ort zu etablieren, an dem Mütter das Stillen ihrer Kinder im öffentlichen Raum in einem unterstützenden und positiven Umfeld erleben können.

Karte statt Bargeld – Junges Duisburg bringt Bezahlkarte in Duisburg ins Spiel!


Der Grundsatzbeschluss zur Einführung einer Bezahlkarte für Asylsuchende wurde bereits im November letzten Jahres gefasst. Wie Ministerpräsident Wüst gestern bekannt gegeben hat, soll jedoch in Nordrhein-Westfalen (NRW) jede Kommune selbst entscheiden, ob sie eine Bezahlkarte für Asylsuchende einführen möchte.

Die Fraktion Junges Duisburg fordert nun, dass die Stadt Duisburg solch eine Bezahlkarte einführt und sich dem NRW-Modell als Vorreiter anschließt. „Mit der Einführung der Bezahlkarte senken wir den Verwaltungsaufwand in der Stadtverwaltung und unterbinden den Missbrauch von Geld aus staatlicher Unterstützung.“, erklärt Oliver Beltermann, Fraktionsvorsitzender der JUDU-Fraktion. Das Konzept lautet: Asylsuchende bekommen statt Bargeld eine guthabenbasierte Karte, mit der sie ihre alltäglichen Ausgaben bezahlen können. Die Karte wird monatlich seitens der Stadt aufgeladen ohne persönlich vorstellig werden zu müssen. „Überweisungen oder eine Überziehung sind ausgeschlossen. Über eine App könnte zudem transparent der aktuelle Kontostand eingesehen werden“, betont Beltermann. Die Karte sei eine gute Möglichkeit die nötige und wichtige finanzielle Unterstützung bereitzustellen und gleichzeitig eine transparente Verwendung der Mittel zu gewährleisten, findet Junges Duisburg.

Über den Vorstoß von JUDU wird der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 19. Februar 2024 entscheiden.