Die Zustände rund um die Problem-Parkhäuser und die offene Drogenszene in der Duisburger Innenstadt sorgen erneut für scharfe Kritik von Junges Duisburg. Auslöser sind unter anderem die jüngsten Berichte über eine junge Mutter, die mit ihrem Kleinkind vor aggressiv auftretenden Personen flüchten musste. Für Frederik Engeln, Vorsitzender der Junges Duisburg-Fraktion, ist klar: „So kann und so darf es in Duisburg nicht weitergehen.“
Viele Duisburger fühlten sich in Teilen der Innenstadt inzwischen schlicht nicht mehr sicher, sagt Engeln. Familien würden bestimmte Bereiche meiden, Kunden blieben weg, Gastronomen und Einzelhändler litten zunehmend unter der Entwicklung. Wer die Innenstadt stärken wolle, dürfe die Sicherheitslage nicht länger relativieren.
Die Fraktion verweist darauf, dass sie die Entwicklung seit Jahren immer wieder thematisiert und konkrete Maßnahmen eingefordert habe – unter anderem rund um den Lifesaver-Brunnen, die Sparkassen-Hauptstelle sowie zur konsequenteren Durchsetzung der Sicherheits- und Ordnungsverordnung.
Viele Problemlagen und Brennpunkte seien seit Jahren bekannt, betont Engeln. Umso unverständlicher sei es, dass sich die Situation in einigen Bereichen immer weiter verschärft habe.
Nach aktuellen Medienberichten wurde die Polizei allein im Bereich der Problem-Parkhäuser rund um den König-Heinrich-Platz in diesem Jahr bereits rund 60 Mal alarmiert. Hinzu kommen zahlreiche Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruch, Diebstählen und Rauschgiftdelikten.
Für Junges Duisburg steht deshalb fest: Die Stadt brauche endlich ein konsequentes, abgestimmtes und dauerhaftes Vorgehen gegen die Zustände in der Innenstadt.
„Mitgefühl für suchtkranke Menschen und konsequentes Einschreiten gegen Straftaten schließen sich nicht aus“, sagt Engeln. Hilfeangebote seien wichtig. Gleichzeitig dürften ordnungswidriges oder aggressives Verhalten im öffentlichen Raum nicht einfach hingenommen werden. Seit Jahren erlebten die Duisburgerinnen und Duisburger, dass die Szene immer weiter wachse und sich zunehmend im öffentlichen Raum ausbreite. Gleichzeitig
flössen erhebliche öffentliche Mittel in Projekte, Betreuung und Szenearbeit. „Die berechtigte Frage lautet deshalb: Warum verschlechtert sich die Situation trotzdem kontinuierlich?“, so Engeln. Wenn trotz jahrelanger Betreuung, Projekte und Fördermittel weder die Zahl der Brennpunkte sinke noch das Sicherheitsgefühl steige, müsse auch ehrlich über die Wirksamkeit bisheriger Ansätze gesprochen werden.
Zugleich fordert Junges Duisburg ein deutlich entschlosseneres Vorgehen an bekannten Brennpunkten. „Es ist doch längst bekannt, an welchen Orten sich die Probleme konzentrieren“, erklärt Engeln. Deshalb erwarte man sichtbare Präsenz, regelmäßige Kontrollen und ein abgestimmtes Vorgehen von Polizei, Ordnungsamt und allen beteiligten Stellen. „Wegsehen darf keine Strategie sein.“
Auch die Situation rund um die Problem-Parkhäuser müsse endlich konsequent angegangen werden. Die Stadt müsse als Eigentümerin klare Erwartungen an Betreiber und Verantwortliche formulieren. „Wir erwarten, dass die Zugänge wirksam gesichert und bekannte Schwachstellen endlich beseitigt werden“, sagt Engeln. Wer ein Parkhaus in zentraler Innenstadtlage betreibe, trage auch Verantwortung für die Sicherheit der Nutzer.
Ob ein Drogenkonsumraum tatsächlich die Lösung sei, bezweifelt Junges Duisburg indes. Entscheidend sei unter anderem, ob die betroffenen Personen ein solches Angebot überhaupt annehmen würden. Zudem bestehe die Gefahr, dass einzelne Probleme lediglich verlagert würden. „Das ist keine Lösung“, so Engeln.
Junges Duisburg kündigt deshalb an, sich innerhalb der bestehenden Ratskooperation mit Nachdruck für konkrete Maßnahmen zur Verbesserung von Sicherheit, Ordnung und Aufenthaltsqualität in der Duisburger Innenstadt einzusetzen.
Aktuelle Beiträge
Neue Sprechzeiten der Fraktion Junges Duisburg
22. Oktober 2025
Unsere Fraktionsgeschäftsstelle ist ab sofort zu neuen Zeiten erreichbar:
Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 16:00 Uhr sowie freitags von 9:00 bis 14:00 Uhr.
Damit wir uns ausreichend Zeit für Ihre Anliegen nehmen können und die richtige Ansprechperson für Sie erreichbar ist, bitten wir Sie, vorab einen Termin zu vereinbaren.
Persönliche Gespräche sind nur nach Terminabsprache möglich – telefonisch und per E-Mail erreichen Sie uns selbstverständlich innerhalb der Sprechzeiten.
Fraktion Junges Duisburg begrüßt Schlagloch-Initiative der Stadt!
28. November 2024
Nachdem sich die Junges Duisburg-Fraktion in der letzten Sitzung des Digitalisierungsausschusses für ein KI-gesteuertes Schlaglocherkennungssystem in der Stadt Duisburg eingesetzt hatte, präsentierte die Stadtverwaltung ihre Pläne für ein solches System. Duisburg werde sich von der Stadt Essen das System „Twin4Road“ ausleihen.
„Ein digitales Schlaglocherkennungssystem bietet uns eine enorme Chance, die Straßen in Duisburg nachhaltiger und effizienter zu unterhalten. Künstliche Intelligenz kann dazu beitragen, Schäden schneller zu lokalisieren und gezielt zu beheben, bevor sie sich verschlimmern,“ so Daniel Meller, digitalpolitischer Sprecher der Junges Duisburg-Fraktion. Durch den Einsatz modernster Technologien werde Duisburg als moderne und zukunftsorientierte Stadt gestärkt.
Neuer Schwung für Junges Duisburg im Stadtrat
6. Dezember 2024
Die Fraktion Junges Duisburg im Rat der Stadt Duisburg gibt eine personelle Veränderung bekannt: Dr. Stephan Wedding hat sein Mandat niedergelegt, um sich einer neuen Herausforderung zu stellen. Er wird als Bürgermeisterkandidat der CDU in der Nachbarstadt Rheinberg, antreten.




