Duisburg. Auf dem Portsmouthplatz tut sich was: Neue Bäume sollen für mehr Schatten und Aufenthaltsqualität sorgen. Für die Fraktion Junges Duisburg ist das ein großer Erfolg – denn sie hatte das Thema bereits im März 2024 durch eine Anfrage im Umweltausschuss angestoßen und damit die jetzt umgesetzte Prüfung in Gang gesetzt.

„Wir wollten wissen, wie trotz Fördermittelbindung mehr Begrünung und Schatten auf der Bahnhofsvorplatte möglich sein könnten“, sagt Frederik Engeln, Fraktionsvorsitzender von Junges Duisburg. „Dass die Verwaltung diese Anregung aufgenommen, geprüft – und nun erste Maßnahmen angekündigt hat – zeigt: Es lohnt sich, politisch dran zu bleiben.“

Die damalige Anfrage zielte auf eine gestalterische und klimatische Aufwertung des Platzes – als zentralem Eingangstor zur Innenstadt. Auch temporäre Elemente oder kreative Zwischenlösungen wurden ins Spiel gebracht.

Warum das wichtig ist? Weil Aufenthaltsqualität, Schatten und Grün in der Innenstadt längst keine Luxusfragen mehr sind, sondern konkrete Antworten auf den Klimawandel, die Hitzeentwicklung und die Bedürfnisse der Menschen, die in der Stadt leben, arbeiten oder ankommen.

Die Bahnhofsvorplatte ist für viele der erste Eindruck von Duisburg – und zugleich ein Ort, der in heißen Sommermonaten besonders unter der Aufheizung leidet. Mehr Grün und Schatten sind daher keine symbolischen Gesten, sondern konkrete Verbesserungen für die Lebensqualität in der Innenstadt.

Dass der politische Anstoß aus dem Umweltausschuss in der öffentlichen Kommunikation der Verwaltung erneut nicht erwähnt wird, überrascht nicht – denn leider ist das kein Einzelfall.

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Aufenthaltsqualität in der Innenstadt steigern – Schwerpunktaktionen gefordert


Lautstarkes Herumbrüllen, öffentliches Urinieren und Betteln im Minutentakt:
In der Innenstadt habe sich gefühlt ein quasi rechtsfreier Raum entwickelt, findet die Ratsfraktion Junges Duisburg. Passanten würden angepöbelt, aggressives Betteln finde in fast jeder Außengast-ronomie statt. Glasscherben von Bier- und Schnapsflaschen sowie Zigarettenstummel überzögen die Gehwege.

Wegsehen ist keine Strategie – Duisburgs Innenstadt braucht klare Kante!


Duisburg. Die Fraktion Junges Duisburg bringt zwei Anträge in den Ausschuss für Ordnungs- und Bürgerangelegenheiten ein. Ziel ist ein entschlossenes Vorgehen der Verwaltung gegen die seit Jahren bekannten Störszenen rund um die Sparkassen-Hauptstelle und den Lifesaver-Brunnen. An beiden Orten kommt es regelmäßig zu lautem und belästigendem Verhalten sowie weiteren Störungen im Zusammenhang mit Alkoholkonsum. Im Bereich der Sparkassen-Hauptstelle an der Ecke Landgerichtsstraße kommt es sogar regelmäßig zu offenem Drogenhandel. Die Situation belastet zunehmend das öffentliche Leben im Herzen der Stadt – insbesondere für Gastronomiebetriebe, Passanten, Anwohner sowie Beschäftigte im Innenstadtbereich.

„Jede Duisburgerin und jeder Duisburger kennt diese Orte und jeder weiß, was dort abgeht. Es reicht nicht, das schönzureden oder weiter auszusitzen“, sagt Frederik Engeln, Fraktionsvorsitzender von Junges Duisburg. „Das ist kein gefühltes Unwohlsein. Das ist sichtbare Realität – und wer das nicht wahrhaben will, hört den Menschen in dieser Stadt nicht zu“, so Engeln weiter. „Wir brauchen nicht noch mehr Erklärungen, warum etwas nicht geht – wir brauchen endlich Lösungen, damit sich die Menschen in ihrer Stadt wieder wohlfühlen können“, bringt Oberbürgermeisterkandidat Oliver Beltermann es auf den Punkt. „Der öffentliche Raum darf nicht
denen überlassen werden, die ihn durch ständiges Fehlverhalten für andere unattraktiv machen“, so Beltermann weiter. Konkret fordert die Fraktion eine deutlich stärkere Präsenz des Ordnungsamtes, regelmäßige
Schwerpunktkontrollen und ein konsequentes Einschreiten bei Störungen – auf Grundlage der bestehenden Sicherheits- und Ordnungsverordnung.

„Es ist bemerkenswert, dass Parteien wie die CDU das Thema Sicherheit und Ordnung plötzlich kurz vor der Wahl für sich entdeckt haben. Ein neues, rechtlich fragwürdiges Alkoholverbot braucht es aber nicht – vielmehr muss die Stadt endlich die Möglichkeiten ausschöpfen, die ihr längst zur Verfügung stehen. Die Sicherheits- und Ordnungsverordnung ist da. Man muss sie nur konsequent anwenden. Symbolpolitik bringt uns nicht weiter“, so Beltermann.

Junges Duisburg hat in den vergangenen Jahren immer wieder auf die Probleme in der Innenstadt hingewiesen – und auch konkrete Maßnahmen eingefordert. Leider hat gerade die CDU regelmäßig gegen die Initiativen von Junges Duisburg gestimmt. „Wer in der Innenstadt einkauft, arbeitet oder ein Café besucht, darf sich nicht ständig gestört fühlen. Es ist höchste Zeit, dass Ordnung wieder sichtbar durchgesetzt wird – und zwar mit Haltung, nicht mit Schlagzeilen“, so Fraktionschef Engeln abschließend.