Gemeinsam hatten sich Stadt und Stadtwerke im Jahr 2021 vorgenommen bis 2025 mehr als 500 neue E-Ladepunkte in Duisburg zu errichten. „Von diesem Ziel sind wir meilenweit entfernt. Aktuell betreiben die Stadtwerke keine 100 Ladepunkte. Es ist eine Ladesäulen-Blamage!“, zieht Frederik Engeln (34), Vorsitzender der Junges Duisburg-Fraktion, Bilanz.

Die Ratsfraktion Junges Duisburg ist der Meinung, dass das Ausbautempo von E-Ladestationen in Duisburg viel zu gering ist. Wenn funktionierende Ladesäulen vorhanden seien, stünden E-Auto-Fahrer häufig vor dem Problem, dass diese schon besetzt seien, wenn sie sie bräuchten. Nicht jeder habe die Möglichkeit zu Hause eine Wallbox zu installieren, so Junges Duisburg. „Seit Jahren steigt die Nachfrage nach E-Mobilität, in Duisburg passiert aber nichts“, ärgert sich der umweltpolitische Sprecher der JUDU-Fraktion, Uwe Becker. „Dabei wurden Vorschläge der Kommunalpolitik über Jahre blockiert. Es wurde seitens der Verwaltung stets auf ein Konzept der Stadtwerke verwiesen. Doch wie dieses Konzept funktioniert sehen wir ja. Nämlich gar nicht!“, so Becker weiter.

Daher hakt seine Fraktion in der morgigen Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Naturschutz am 15.03.2024 erneut nach. „Es muss endlich aufgedeckt werden, wo neue E-Ladestationen entstehen und wie die Stadtwerke Duisburg ihr Ziel von mehr als 500 neuen Ladepunkten bis 2025 erreichen wollen“, begründet Uwe Becker die Anfrage von JUDU.

„Die fehlende Transparenz bezüglich der geplanten Standorte behindert die Entwicklung einer nachhaltigen Elektromobilitätsstrategie. Wir fordern von der Verwaltung und den Stadtwerken Duisburg eine umfassende Offenlegung ihrer Planungen, um gemeinsam eine zukunftsorientierte Lösung zu erarbeiten“, betont Fraktionschef Frederik Engeln abschließend.

Die Anfrage im Wortlaut finden Sie hier.

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